Mach du mal: Jugendliche verstehen und unterstützen

Artikel 4
"Mach DU mal!" und warum das kein Widerstand ist

„Mach du halt.“

Dieser Satz kommt oft.

Und er klingt erstmal wie Verweigerung.

Aber wenn man genauer hinschaut, ist er oft etwas anderes:

Ein Test.

Oder ein Schutz.

Oder die Frage: „Was passiert hier eigentlich mit mir?“

Viele reagieren darauf, indem sie den Ball zurückspielen:

„Nein, du musst entscheiden.“

Autonomie fördern.

Ist ja auch richtig.

Und trotzdem kippt die Situation oft.

Warum?

Weil der Jugendliche in diesem Moment nicht unbedingt Entscheidung braucht –

sondern Orientierung.

 

Ich mache dann manchmal genau das, was er gesagt hat.

Ich mache etwas.

Nicht perfekt.

Nicht spektakulär.

Einfach ein Anfang.

Ein Rhythmus.

Ein Klang.

Eine kleine musikalische Idee.

Und plötzlich verändert sich etwas.

Der Jugendliche beobachtet.

Bewertet.

Reagiert.

Vielleicht sagt er: „Nee, so nicht.“

Und genau da sind wir drin.

Nicht im Widerstand –

sondern im Kontakt.

 

🎯 Zum Ausprobieren

Wenn ein Jugendlicher sagt: „Mach du halt“:

👉 Nimm es einmal wörtlich.

Starte etwas Kleines.

Und dann achte auf die Reaktion.

 

👉 Nicht das Machen ist entscheidend –

sondern was danach passiert.

 

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